Aus der ostfriesischen Teegeschichte

Dabei haben die Ostfriesen nicht immer Tee getrunken. Früher war er einfach zu teuer oder auch noch nicht bekannt genug. Im 18. und auch noch in weiten Teilen des 19. Jahrhunderts war das wichtigste Getränk das Bier, das selber gebraut werden konnte oder aus einer der nahegelegenen Kneipen geholt wurde. Das Hauptproblem war dabei der Preis des Tees, der über London und Amsterdam aus Indien und China eingeführt wurde. Ein Pfund einfacher Tee kostete um 1800 noch 84 Stüber, ein guter Tee, sogenannte "Congo-Mischung", sogar 144 Stüber. Das war in einer Zeit, wo ein Arbeiter 10 Stüber Tagelohn erhielt und selbst ein gut bezahlter Schiffbauer mit 23 Stüber pro Tag zufrieden sein musste, sehr viel Geld. Ein Liter gutes BIer kostete dagegen nu 2 Stüber.

Früher war der Tee sehr teuer

So war der Tee schon früh, das heißt ab ca. dem 18. Jahrhundert zunächst ein Getränk für die Bürger der ostfriesichen Hafenstädte und die großen Bauern auf dem Lande, also für die Begütertsten unter den Einwohnern Ostfriesland, die auch Kontakt hatten zu den niederländischen Nachbarn, denn offensichtlich ist die Sitte des Teetrinkens von England über die Niederlande durch die Schiffer in den Küstenländern heimisch geworden.

Diese tranken den teuren Tee aus kleinen Tassen, dabei waren drei Tassen das Maximum. Noch heute heißt es: "Drei ist Ostfriesenrecht". Dann wurde der Löffel in die Tasse gelegt oder auch die Tasse umgekehrt, zum Zeichen, dass man auch keinen Tee mehr möge. Damals genoß man vor allem die anregende Wirkung des frischen Tees, während der Tee, der etwas länger gestanden hatte, eher eine beruhigende Wirkung zeigt.

Aus dem fernen Osten kam der Tee

Wie schon erwähnt, musste der Tee aus dem fernen Osten importiert werden, wobei die Fahrt eines schnellen Seglers, Teeklipper, von London nach China und zurück in der Regel mehr als 100 Tage dauerte. Einmal im Jahr wurde sogar Rennen der Teeklipper veranstaltet, wobei das wettlustige Volk der Engländer hohe Wetten auf den schnellsten Segler abschloß. Die schnellste Reise soll ein Teeklipper von China nach England in 97 Tagen gemacht haben.

Von London ging die Reise weiter nach Amsterdam und von dort brachten die "Beurtschiffe", sogenannte "Küstentaxis", den Tee bis nach Ostfriesland. Hier wurde er in den Kolonialwarenläden, dass muss wörtlich verstanden werden: "Waren aus den Kolonien" angeboten. Allerdings verkauften diese Läden auch andere Erzeugnisse. Erst mit dem Entstehen der ostfriesischen Teefirmen in der zweiten Hälte des vorigen Jahrhunderts entwickelte sich die typische "ostfriesiche Teemischung".


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